12. Symphoniekonzert

Mit archaischer Wucht bringt Carl Orff in seiner monu­mentalen Kantate Carmina Burana für Soli, Chor und ­Or­ches­ter mittelalterliche Schriften zum Leben, die 1803 im bayerischen Kloster Benediktbeuern entdeckt ­wurden. Die teils deftig-obszönen Texte der Carmina Burana (übersetzt etwa «Beurer Lieder» oder «Lieder aus Benediktbeuern») erzählen von den Genüssen des Lebens und den Launen der Göttin Fortuna, die ­unnachgiebig an ihrem Schicksalsrad dreht. «O Fortuna» heisst denn auch einer der bekanntesten Abschnitte des Werks, der mit seiner eindringlichen rhythmischen Prägnanz zuverlässig für Gänsehautmomente sorgt. Carl Orff war sich der starken emotionalen Wirkung ­seiner Komposition bewusst und schrieb an seinen Ver­leger: «Alles, was ich bisher geschrieben und was Sie leider gedruckt haben, können Sie nun einstampfen». 

Zum Ende der Berner Konzertsaison kommt das 1937 uraufgeführte Werk unter der Leitung von Chef­dirigent Krzysztof Urbański mit Starensemble und verstärkt vom Philharmonischen Chor Warschau und den Solothurner Singknaben zur Aufführung.

Konzerteinführung jeweils um 18:30 Uhr im Salon Bernois



Künstler*innen


Programm

Carl Orff (1895–1982)
Carmina Burana. Cantiones profanæ cantoribus et choris cantandæ comitantibus instrumentis atque imaginibus magicis für drei Solostimmen, Chor und Orchester (1934–36) (70′)


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