7. Symphoniekonzert

Eine verbotene Liebe zweier Jugendlicher aus verfeindeten Familien – die durch den tragischen Tod des ­Paares Unsterblichkeit erlangt: Basierend auf William Shakespeares zeitlosem Schauspiel Romeo und Julia schuf Sergej Prokofjew eine kongeniale Ballettmusik mit unzähligen «Hit-Nummern» – allen voran der wuchtig-düstere «Tanz der Ritter». Ganze drei Orchester-Suiten für den Konzertsaal hat Prokofjew aus seiner Ballett­musik erstellt, aus denen Chefdirigent Krzysztof Urbański eine eigene Essenz destilliert hat. Dieser Fassung ist ein ­weiteres beliebt-berüchtigtes Meisterwerk Prokofjews vorangestellt: das Klavierkonzert Nr. 2. Mit seiner ent­fesselten Energie, seiner vorwärtsdrängenden Rhythmik und seiner unbändigen Virtuosität zeugt das ausdrucksstarke Werk von der Aufbruchstimmung der frühen ­Moderne in Russland. Interpretiert wird es von der gefei­erten russischen Pianistin Anna Vinnitskaya, die in Bern zuletzt mit Sergej Rachmaninows kompletten Klavierkonzerten zu erleben war. Vorab erklingt ein Werk des polnischen Komponisten Wojciech Kilar, der dem Fluss Orawa, einem Gewässer im polnisch-­slowakischen Grenzgebiet, mit eingängigen, repetitiven Klängen ein musikalisches Denkmal setzt.

Konzerteinführung jeweils um 18:30 Uhr im Salon Bernois


Künstler*innen


Programm

Wojciech Kilar (1932–2013)
Orawa für Streichorchester (1986) (10′)

Sergej Prokofjew (1891–1953)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll Op. 16 (1912/13, rev. 1923) (30′)
Suite aus Romeo und Julia (1935/36, Auszüge aus den Ballett-Suiten Nr. 1 Op. 64a, Nr. 2 Op. 64b und Nr. 3 Op. 101, zusammengestellt von Krzysztof Urbański) (45′)


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