Zerstört die digitale Kommunikation die freie Gesellschaft? Zu Gast: Eva Menasse

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche ist mit einer Wucht und Geschwindigkeit über die Menschheit hereingebrochen wie keine andere Erfindung zuvor – wir denken, fühlen und streiten anders, seit wir dauervernetzt und überinformiert sind. Die Auswirkungen betreffen alle, egal, ob sie die neuen Medien nutzen oder nicht. Es ist ein Stresstest für die Gesellschaft, weil die schrillen Umgangsformen der Sozialen Medien längst auf die anderen Arenen übergegriffen haben. Politik und Journalismus spielen schon nach den neuen, erbarmungsloseren Regeln. Früher anerkannte Autoritäten werden im Dutzend abgeräumt, an die Stelle des besseren Arguments ist die knappe Delegitimierung des Gegners getreten. Eine funktionierende Öffentlichkeit – als Marktplatz der Meinungen und Ort gesellschaftlicher Klärung – scheint es nur noch in Bruchstücken zu geben.

Eva Menasse

Eva Menasse, 1970 in Wien geboren, begann als Journalistin und debütierte im Jahr 2005 mit dem Familienroman „Vienna“. Heute ist sie Schriftstellerin und Essayistin. Ihre Romane und Erzählungen wurden vielfach ausgezeichnet. Zusammen mit Deniz Yücel ist sie Sprecherin der 2022 gegründeten Schriftstellervereinigung PEN Berlin.

Musik

Musikalisch wird der Abend umrahmt vom TRIO «WOODTLI – FAVRE – CHESHAM»:
Spielfreudig und spontan improvisieren die drei Virtuosen über bekannte und weniger bekannte musikalische Themen. Mitreissend, fesselnd, beeindruckend!

Daniel Woodtli:
Trompete & Flügelhorn

Florian Favre:
Flügel – preisgekrönter Klaviervirtuose mit internationaler Ausstrahlung

Kevin Chesham:
Schlagzeug – Trommler bei Züri West und Dozent an der Swiss Jazz School

Moderation
Olivia Röllin