Schumann pur – dieser Abend unter der Leitung von Mario Venzago steht ganz im Zeichen des grossen deutschen Romantikers, seiner Sehnsuchts- und Schmerzensklänge und seines schicksalhaft von Krankheit überschatteten Schaffens und Daseins.

Schon Anfang der 1990er-Jahre hat sich Frank Peter Zimmermann mit Schumanns Violinkonzert intensiv auseinandergesetzt. Heute, drei Dekaden später, gilt der deutsche Geigenvirtuose längst als einer der bedeutendsten Interpreten für dieses Werk, dessen Geschichte seltsam ist: Auf Verfügung des einstigen Auftraggebers und Schumann-Freundes Joseph Joachim (für den auch die Phantasie entstand) wurde die Partitur lange unter Verschluss gehalten. 1937 erlebte das Konzert in Berlin seine verspätete Uraufführung.

Wie das Violinkonzert hat sich auch die zweite Symphonie erst allmählich einen festen Platz auf den Spielplänen der Orchester erobert. Beide Werke stellen hohe Ansprüche an Solist, Orchester und Dirigenten – wie gut, dass Frank Peter Zimmermann (und seine Stradivari), Mario Venzago und das BSO bereits bestens aufeinander eingespielt sind.

Konzertprogramm

Robert Schumann 1810 – 1856
Violinkonzert d-Moll WoO 23 (1853) (35′)
Phantasie für Violine und Orchester C-Dur op. 131 (1853) (15′)
Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61 (1845/46) (38′)

Orchester: Berner Symphonieorchester
Dirigent: Mario Venzago
Violine: Frank Peter Zimmermann

Konzerteinführung

Dr. Drois Lanz
DO, 04. Februar 2021, 18:30
FR, 05. Februar 2021, 18:30
Casino Bern, Salon Bernois

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