Zwei junge Männer, die Zwillinge sein könnten (aber Brüder sind), die seit frühester Kindheit als Pianisten-Duo gemeinsam auftreten, perfekt aufeinander eingespielt sind und überall hymnisches Lob ernten.

Tatsache ist, dass die beiden Tastenvirtuosen aus dem holländischen Hilversum nirgendwo Wünsche offen lassen, erst recht nicht, wenn sie mit jenem Werk an die Klaviere treten, das ihnen schon früh Weltruhm bescherte: Poulencs Konzert für zwei Klaviere, dieser spielerischen, augenzwinkernden und Spielfreude verströmenden Hommage an Mozart. Will man mehr? Dann wird man hier durchaus fündig: Mit sehnsuchtsvollen Tönen lotet Franz Schrekers Nachtstück das Spannungsfeld zwischen spätromantischer und expressionistischer Musiksprache aus, geballte Rhythmen, ungarische, orientalische, rumänische und arabische Volksmusiken fliessen in Béla Bartóks Tanzsuite ein und am Ende be-lohnt uns Markus Stenz mit der letzten der bedeutenden Londoner Symphonien Joseph Haydns.

Konzertprogramm

BÉLA BARTÓK 1881 – 1945
Tanzsuite Sz. 77 (1923) (15’)

FRANCIS POULENC 1899 – 1963
Konzert für zwei Klaviere d-Moll FP 61 (1932) (20’)

FRANZ SCHREKER 1878 – 1934
Nachtstück aus Der ferne Klang (1906/07) (16’)

JOSEPH HAYDN 1732 – 1809
Symphonie Nr. 104 D-Dur Hob.I: 104 (1795) (29’)

Orchester: Berner Symphonieorchester

Dirigent: Markus Stenz

Klavier: Arthur Jussen

Klavier: Lucas Jussen

Konzerteinführung

DO, 30. APR 2020, 18:30
FR, 01. MAI 2020, 18:30

Dr. Doris Lanz
Casino Bern, Salon Bernois