Etwa 250 Konzerte werden es gewesen sein – und dieses soll das letzte sein.

Nach zehn Jahren als Chefdirigent des Berner Symphonieorchesters nimmt Mario Venzago mit diesem Konzert Abschied. Einzigartige Programme, unermüdlicher Einsatz für das Unbekannte, der unbestechliche Blick für kompositorische Qualität und ein ganz besonderes Klangideal waren stets Leitmotive in Venzagos Schaffen, und so wird auch dieses Konzert zum Saisonende ein Gesamtkunstwerk: Auf Arthur Honeggers «Symphonie liturgique» – für Venzago ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts – folgt «erlösend» und attacca Bachs protestantischer Choral in der imposanten Stokowski-Bearbeitung. Fritz Brun und Paul Klecki – sie stehen als Dirigenten und Komponisten für historische Stationen in der Geschichte des bso. Gut drei Jahrzehnte, von 1909 bis 1941 wirkte Brun als Dirigent der Symphoniekonzerte der Bernischen Musikgesellschaft; Klecki fand nach dramatischer Flucht vor Faschismus und Krieg an der Aare seine Wirkungsstätte. Diese klingende Orchestergeschichte krönt Mario Venzago gemeinsam mit der koreanischen Violinistin Soyoung Yoon mit einer eigenen Komposition – ein Violin-Abschiedskonzert voller Überraschungen, die an dieser Stelle noch nicht verraten werden!

Konzertprogramm

Fritz Brun 1878 – 1959
Symphonie Nr. 7 D-Dur, 1. Satz: Nachklang. Andante tranquillo (1937) (09’)

Arthur Honegger 1892 – 1955
Symphonie Nr. 3 «Symphonie liturgique» (1945/46) (30’)

Johann Sebastian Bach 1685 – 1750
«Ein feste Burg ist unser Gott» BWV 302 (um 1728/32) (Bearb. L. Stokowski, 1947/48) (03’)

Paul Klecki 1900 – 1973
Orchestervariationen op. 20 (1929) (17’)

Mario Venzago *1948
Violinkonzert, Uraufführung (2019) (35’)

Orchester: Berner Symphonieorchester
Dirigent: Mario Venzago
Violine: Soyoung Yoon

Konzerteinführung

Dr. Doris Lanz
DO, 24. Juni 2021, 18:30
FR, 25. Juni 2021, 18:30

Casino Bern, Salon Bernois