James Conlon Dirigent, Berner Symphonieorchester

«Symphonie heisst mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen», so lautet ein berühmtes Diktum Gustav Mahlers. Die siebte Symphonie löst dieses schöpferische Credo auf das Eindrucksvollste ein: Serenadenhafter und amouröser Ton in gleich zwei ausladenden Nachtmusiken (Mandoline und Gitarre als Spezialeffekte), alpine Idylle (samt Herdenglocken), ein schattenhaftes Scherzo, abgründige Collagen aus Trauermärschen und Militärmusik sowie eine mächtige Schluss-Apotheose mit Pauken und Trompeten machen dieses abendfüllende Werk zu einem bewegenden und in seiner Ausdruckskraft und Komplexität mitreissenden Abbild menschlicher Existenz. James Conlon gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Dirigenten unserer Zeit. Frühe Erfolge feierte der Maestro übrigens mit dem New York Philharmonic – eben jenem Orchester, dessen Ruhm kein anderer als Gustav Mahler einst mitbegründete. Besonders als Mahler-Interpret hat Conlon in den vergangenen Jahren neue Massstäbe gesetzt.

Konzertprogramm

Gustav Mahler (1860 – 1911)
Symphonie Nr. 7 e-Moll (1904/05, 1908) (77′)