Die Konzertwelt liegt ihr zu Füssen: In nur wenigen Jahren hat sich Vilde Frang an die internationale Weltspitze gespielt.

Nun tritt die norwegische Violinvirtuosin erstmals vor die Reihen des BSO und übernimmt den tiefernsten, konfliktgeladenen Solopart in Dmitrij Schostakowitschs erstem Violinkonzert – einen Part voller starker Gefühle und damit wie geschaffen für die junge Musikerin. Und gleich noch ein Bern-Debüt: Der aus Berlin stammende Gabriel Feltz gilt schon länger als ein Dirigent für das Besondere. Seine Wahl fällt auf Joseph Suks «Asrael». «Dem Andenken Antonín Dvorˇ áks und seiner Tochter, meiner Gattin Ottilie» ist diese gross angelegte und opulent besetzte Symphonie gewidmet, ein instrumentales Requiem also, das eherne Schicksalsklänge, Momente der Trauer, aber auch hoffnungsvolle Passagen umspannt. Komplex, polyphon und vielschichtig angelegt, erinnert diese Partitur stellenweise an die Symphonien Mahlers und kommt doch ganz eigenständig daher – eine zutiefst bewegende und überwältigende Tonschöpfung.

Konzertprogramm

DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH 1906 – 1975
Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 77 (1947 / 48) (39’)

JOSEF SUK 1874 – 1935
Symphonie c-Moll op. 27 «Asrael» (1905 / 06) (60’)

Orchester: Berner Symphonieorchester

Dirigent: Gabriel Feltz

Violine: Vilde Frang

Konzerteinführung

DO, 23. JAN 2020, 18:30
FR, 24. JAN 2020, 18:30

Gorrfried Franz Kasparek
Casino Bern, Salon Bernois