Antonello Manacorda Dirigent, Riccardo Cellacchi Flöte, Berner Symphonieorchester

Keine Frage, es ist das Adagietto, dem die Fünfte von Mahler ihre Berühmtheit verdankt. Dieser kurze, knappe, nur von Streichern und Harfe bestrittene Satz ist so etwas wie eine Offenbarung an die Schönheit der Musik. Ursprüngliche eine glühende Liebeserklärung des Komponisten an seine Frau Alma, schrieb dieser Satz sogar Kino- und Literaturgeschichte. Gleichzeitig ist die Fünfte noch viel mehr: Da sind der Trauermarsch im ersten Satz, das gewaltige Scherzo und das übersprudelnde Finale. Durch sie entwickelt sich diese grosse Symphonie zum musikalischen Kosmos. Als Dirigent, Violinvirtuose und Konzertmeister des von ihm mitbegründeten Mahler Chamber Orchestra hat Antonello Manacorda eine besondere Affinität zu grossen symphonischen Werken und zu Mahler im Besonderen. Vor Mahler wird der Abend eingeläutet mit Mozarts heiter-buffoneskem Flötenkonzert KV 314. Die Verpflichtung von Riccardo Cellacchi zählt zu den erfreulichen ‹Transfers› der vergangenen Spielzeit. In diesem Konzert ist der junge italienische Flötist erstmals als Solist zu erleben.

Konzertprogramm

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Konzert für Flöte und Orchester
D-Dur KV 314 (285d) (1777/78) (27′)

Gustav Mahler (1860 – 1911)
Symphonie Nr. 5 cis-Moll (1901/02) (70′)